LUDWIG-GEISSLER-SCHULE
Gewerblich-technische berufsbildende Schule der Stadt Hanau und des Main-Kinzig-Kreises - Selbstständige Berufliche Schule (SBS)

Viele Wege führen zum Ziel

Dr. Tanja Mainzer, Koordinatorin der Berufs- und Studienorientierung im Beruflichen Gymnasium an der Ludwig-Geißler-Schule, und Hartmut Dippel, Koordinator des Beruflichen Gymnasiums, organisierten den Career Day an der Ludwig-Geißler-Schule, der nun schon zum sechsten Mal stattfand und bei dem Referentinnen und Referenten die Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe des Beruflichen Gymnasiums über mögliche Karrierewege in der Arbeitswelt informierten. Mit dabei auch der Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums, Martin Lindenau (3.v.l.v.).

Career Day an der Ludwig-Geißler Schule

„Nicht geradlinig zum Ziel“ hieß der Vortrag von Dr. Rachid El Idrissi. Dieser ist heute als Facharzt für Urologie an einer Klinik tätig, nachdem er im Jahr 2000 sein Abitur mit dem Schwerpunkt Datenverarbeitungstechnik am Beruflichen Gymnasium der Ludwig-Geißler-Schule absolvierte. Dieser und zahlreiche weitere Vorträge richteten sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums, um sie bei der Berufswahl zu unterstützen. Die Vortragsreihe erfolgte im Rahmen des Career Day, der kürzlich zum sechsten Mal an der Ludwig-Geißler-Schule stattfand. Dazu kamen nicht die üblichen „Berufsexperten“, sondern ehemalige Absolventinnen und Absolventen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern und Positionen an die Ludwig-Geißler-Schule und informierten die zukünftigen Abiturientinnen und Abiturienten über mögliche Wege in der Arbeitswelt. Ziel der Veranstaltungsreihe, die vom Förderverein der LGS unterstützt wird, ist es, den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Praxis und Entwicklung verschiedener Berufsfelder zu geben.

Nach der Eröffnung durch den Schulleiter, Christof Glaser, den Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums, Martin Lindenau, und die Koordinatorin für Berufs- und Studienorientierung, Dr. Tanja Mainzer, machten Alexander Keßler und Lars Richter, beide Abitur 2018 in den Schwerpunkten Chemietechnik bzw. Maschinenbau an der LGS den Auftakt mit ihrem Vortrag „Naturwissenschaftliches Studieren – Chemie und Physik an der TU Darmstadt“. Beide boten einen Einblick in den Alltag des Studiums und gaben handfeste Tipps für angehende Studierende. Der Vortrag „Die Ausbildung als Start ins Berufsleben – Chemielaborant“ von Nils Oefner stellte den angehenden Abiturientinnen und Abiturienten dar, dass es nicht unbedingt das Studium nach dem Schulabschluss sein muss. Auch Marcus Wallisch und Nicholas Christ, die über ihre Ausbildung und ihre anschließende Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker berichteten, zeigten den Schülerinnen und Schülern Alternativen auf.

Ebenfalls spannend für die Schülerinnen und Schüler der technisch und naturwissenschaftlich orientierten LGS war der Vortrag von Carsten Thalheimer, Abitur 1990 mit Schwerpunkt Elektrotechnik. Thalheimer ist heute erfolgreich in der IT-Branche tätig und er referierte kurzweilig, welche berufliche Entwicklung in einer technisch sich ständig verändernden Welt möglich ist. Yvonne Jacek-Vukovic, Svenja Hotz und Dr. Esther Pranghofer-Weide, alle drei erfolgreich in naturwissenschaftlich orientierten Berufen, wiederum machten den weiblichen Anwesenden Mut, auch als Frau eine Ausbildung oder ein Studium in den sogenannten MINT-Fächern – MINT steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – zu absolvieren. Auch weitere Ehemalige berichteten über naturwissenschaftliche Studiengänge wie Biochemie, Medizin oder Umweltingenieurwesen, andere ließen die Schülerinnen und Schüler an ihren Erfahrungen mit Auslandsaufenthalten, dualem sowie berufsbegleitendem Studium oder der Karriere an einer Hochschule teilhaben.

„Die Schülerinnen und Schüler lernen, dass die berufliche Entwicklung das ganze Leben andauert, und dass ihnen hierfür die verschiedensten Wege offenstehen. Wichtig ist es, für sich selbst herauszufinden, in welchem beruflichen Umfeld man sich wohlfühlt und wo man seine eigenen Stärken einsetzen kann“, so die Koordinatorin für Berufs- und Studienorientierung, Dr. Tanja Mainzer. „Man merkte bei den Gesprächen, dass die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten unter einem hohen Druck stehen, weil sie oftmals meinen, in einem Jahr die perfekte Entscheidung treffen zu müssen“, ergänzt der Abteilungsleiter Berufliches Gymnasium, Martin Lindenau. Vielleicht haben die Informationen und Berichte der Ehemaligen für etwas Entspannung gesorgt, weil ein Studium oder eine Ausbildung nur den Beginn eines Lernprozesses darstelle, der nie aufhört. Denn vermeintliche Fehlentscheidungen seien korrigierbar, so der Tenor der Referentinnen und Referenten, weil verschiedene Wege, manchmal auch Umwege, zum Ziel führten.

Die Vielfalt der Berufsfelder, aus denen die Referentinnen und Referenten kamen, und ihre handfesten Tipps fanden die Schülerinnen und Schüler besonders hilfreich, auch weil mancher Vortrag mit Vorurteilen über die realen Anfordernisse im Studium aufräumen konnte. „Als ebenfalls nützlich und sinnvoll erachteten sie, den Kontakt zu den Ehemaligen der LGS zu halten, was aber auf Gegenseitigkeit beruht, denn umgekehrt scheint es den Absolventinnen und Absolventen Freude zu machen, ihrer ehemaligen Schule etwas zurückgeben zu können, wie es ein Teilnehmer ausgedrückt hat“, konnte Dr. Mainzer feststellen.

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